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Verfahren der Heisstränktechnik

Heisstränktechnik bedeutet eine Imprägnierung mit Vorwärmung der Bauteile, um hochviskose Imprägniermedien zu verarbeiten. Die neueren monomerarmen oder –freien Harze sind in der Regel deutlich hochviskoser als herkömmliche, lösungsmittelbasierte Harze.


Beim Eintauchen vorgewärmter Bauteile verringert sich an den Grenzflächen zwischen Objekt und Harz die Viskosität des Harzes. Damit wird das Eindringvermögen deutlich erhöht. Durch die direkte Aufheizung des Bauteils werden die Geliertemperaturen sehr schnell erreicht. Es verbleibt deutlich mehr Harz in den Wicklungen, was zu verbesserten dielektrischen, thermischen und mechanischen Eigenschaften führt.


Die Bezeichnung Elektrowärme oder Stromwärme ist der Oberbegriff für alle Erwärmungsverfahren basierend auf elektrotechnischen Prinzipien. Anwendungen dieser Verfahren sind unter anderem die Widerstandserwärmung, die Induktionserwärmung und die Mikrowellenerwärmung. Diese Verfahren kommen bei verschiedenen Anwendungen zum Einsatz: Löten, Härten, Schweißen, Anlassen, Glühen, Schmelzen, Imprägnieren, etc. 


Unsere Stromwärme-Imprägnierverfahren basieren auf dem Prinzip der Widerstandserwärmung. Hier werden die Anschlussenden der Statorwicklungen kontaktiert und von einem Gleich- oder niederfrequentem Strom durchflossen. Dieser Strom heizt die Wicklung und benachbarte Teile auf. Dieses Prinzip basiert auf dem Joule-Effekt.


Eine zusätzliche Härtung kann über eine implementierte Infrarotkabine (HT-IR), UV-Kabine (HAT-UV) oder einen Konvektionsofen erreicht werden. 


Bei unserem Induktionserwärmungsverfahren wird das Blechpaket mittels Induktionsspule erwärmt. Das Blechpaket nimmt die Wärme gut auf und verteilt sie homogen auf die Kupferwicklungen. Eine direkte, elektrische Kontaktung ist nicht notwendig. Damit spielen die unterschiedlichen elektrischen Faktoren verschiedener Statoren keine Rolle. Variabel sind die geometrischen Formen wie die Blechpaketlänge und –Durchmesser. 


Beide Verfahren Widerstands- und Induktionserwärmung liefern optimale Imprägnierergebnisse. Je nach Anwendungsfall ist der Einsatz des einen oder des anderen Verfahrens sinnvoll. 

 

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